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Digitale Ordnung – Der Endgegner des Aufräumens

29. Mai 2020
Planung & Organisation

Zuhause ist nun alles aussortiert und alles hat einen festen Platz gefunden, damit das Nebenbei-Aufräumen viel einfacher ist. Auch der Arbeitsplatz entwickelt sich in eine gute Richtung und es zeigen sich schon die ersten Anzeichen für eine produktivere Arbeitsweise? Dann können wir ja mit dem Endgegner beginnen: Der digitale Ordnung!

Die riesigen Festplatten und Clouds sind schlimmer als jede Krimskrams-Kiste. Hier tummeln sich massig viele unnütze Dateien und man sieht sie nicht. Ob du nun 3 Fotos auf deinem Handy speicherst oder 3.000 – es macht keinen Unterschied. Das Handy wird nicht schwerer, es quilt nichts über. Es wird höchstens langsamer oder meldet sich irgendwann, dass der Speicher voll ist.

Und das ist meistens der Punkt, der einem zum Handeln überredet

Wenn kein Platz mehr da ist, muss welcher geschaffen werden. Aber dann wartet auch eine unfassbare Menge an Daten auf einen. Und demnach auch viele Stunden voller zäher Momente.

Besser ist es, wenn man mit jeder Datei sorgsam umgeht und sie an ihren Platz packt. Direkt! Und regelmäßig die Dateien durchschaut, ob sie für dich noch relevant sind. Das ist übrigens auch ein guter Zeitpunkt, um Backups zu erstellen. Nichts ist ärgerlicher als kaputte Datenträger mit all den wichtigen Dokumenten und Fotos voller einzigartiger Erinnerungen.

Überlege dir also eine sinnvolle Struktur für deine digitale Ordnung

Dazu gehört eine eindeutige Benennung der Dateien und gut strukturierte Ordner. Unbenannt_48 zu wählen mag dir in dem Moment des Abspeicherns Zeit ersparen. Aber wenn du eine Datei suchst und alle anderen 47 Dateien mit öffnen musst, hast du verdammt viel Zeit verloren.

Hier ist es wohl Geschmackssache, ob man viele Unterordner mag oder lieber nur wenige große Ordner bevorzugt. Ich persönlich finde viele Unterordner praktischer. Auch wenn man sich bis zur Zieldatei erstmal lange durchklicken muss. Mir fällt es nicht leicht eine Datei in einer langen Liste wiederzufinden. So bin ich mit den vielen Unterordnern wesentlich schneller am Ziel

System zum schnellen Sortieren entwickeln

Für die digitale Ordnung empfehle ich dir 2 Fenster nebeneinander zu öffnen. So kannst du die Dateien leichter in die jeweiligen Ordner schieben und musst nicht ständig hin und her klicken. Und so kannst du erst einmal bei einem Thema bleiben. Möchtest du zum Beispiel die Fotos nach bestimmten Events sortieren, öffnest du dir deine Fotosammlung und den Ordner „Weihnachten 2018“ Und dann kannst du alle Weihnachtsfotos aus dem Jahr 2018 rüberschieben.

Wenn es in der Miniaturansicht nicht direkt ersichtlich ist, um welches Bild es sich handelt, rate ich dir von dieser Methode jedoch ab. Du würdest dich so nur unnötig häufig durch immer die gleichen Bilder klicken. Eine Zeitersparnis wäre das nicht. Dann gehe lieber alle Bilder nacheinander durch und verschiebe sie

Versinke nicht in den Dateien

Beim Bilder aussortieren passiert es mir am schnellsten, dass ich eine private Dia-Show veranstalte und mir jedes Bild anschaue und ganz vergesse, warum ich eigentlich die Bilder geöffnet habe. Stelle dir vorsichtshalber einige Wecker, die dich aus deiner Schwärmerei der Vergangenheit herausholt. Immer und immer wieder.

Natürlich müssen die Bilder angeschaut werden, um sie auszusortieren. Aber ich habe mich schon einige Male dabei erwischt, wie ich nichts mehr lösche, obwohl da viel Müll zwischen war. Also schön bei der Sache bleiben!

Übertreibe es nicht

Es kann verdammt zäh sein die Dateien zu sortieren. Nimm dir bei einer großen Datenmenge lieber einzelne Unterordner vor, die du Tag für Tag durcharbeitest. Vielleicht kannst du ja eine halbe Stunde deiner Sonntage opfern und bei guter Musik ein wenig aussortieren und verschieben.

Wenn du mit biegen und brechen versuchen möchtest alle Dateien an einem Tag zu schaffen und du dich nur noch quälst, wird die nächste Sortier-Session wohl noch Jahre auf sich warten lassen, weil es ein fürchterliches Erlebnis für dich war. Speichere es lieber als eine neutrale oder gute Sache ab. Zur Inspiration kannst du mal bei der Plan-Party vorbeischauen. Das Prinzip ist das gleiche: Unschöne Aufgabe + Schöne Gefühle = Gutes Ereignis

Alles in Allem:

Das Handy, den PC oder andere Speichermedien nehmen wir uns häufig erst vor, wenn es entweder nicht mehr flüssig läuft oder das Gerät sich meldet, dass es voll ist. Und dann wartet ein gigantischer Haufen Daten auf uns, der aussortiert werden möchte.

Eine Grundstruktur kann da enorm hilfreich sein, um sich dem Problem auch häufiger als nur in den Alarm-Momenten zu widmen. Passe dabei auf, dass du nicht in Erinnerungen und Träumereien abschweifst und dass du es nicht übertreibst. Teile dir deine digitalen Haufen lieber auf und mache eine Sortier-Party daraus!

Deine Aufgabe:

Genieße das Wetter und warte entspannt auf deine Fehlermeldung „Kein Speicherplatz vorhanden“.

Ne Quatsch! Überlege dir vorzeitig eine für dich passende Ordnerstruktur und fange genüsslich mit dem Sortieren an. Je eher du dich daran wagst, desto weniger Dateien warten schließlich auf dich.

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