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Erfolgreich ins neue Jahr – Den Kalender vorbereiten

20. November 2020
Planung & Organisation

Wenn ich Abends durch die Straßen gehe, sehe ich immer mehr geschmückte Fenster und Gärten. Üblicherweise wartet man mit dem weihnachtlichen Schmücken bis zum Totensonntag, aber ich kann verstehen, dass man so früh wie möglich dekorieren möchte.

Zum einen, bringt es mehr Freude und Licht in diese trüben Jahreszeiten und zum anderen fühlt es sich so an, als würden viele gerne an der Zeit drehen, um dieses verrückte Jahr so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Die weihnachtliche, gemütliche Stimmung ins Haus zu holen ist hier eine Möglichkeit, sich mit schönen und fesselnden Tätigkeiten abzulenken ebenso eine wirksame Methode. Aber darüber hinaus kannst du dich auch einfach schon auf das neue Jahr einstimmen. Vielleicht ist das auch Verdrängung und somit etwas, was ich nicht befürworte (Probleme werden häufig nicht unbedingt verschwinden, wenn man sie nicht beachtet. In einigen Fällen kann es das Problem auch verstärken. Deswegen bin ich ein Fan davon, sich die Probleme anzuschauen, zu hinterfragen und eine Lösung zu finden), aber dieses Jahr ist einfach voller Neuerungen, Ungewissheit, Frust, Trauer, Angst – dir fallen sicherlich noch viele andere Begriffe ein, die dieses Jahr beschreiben. Und da darf man sich auch ruhig mal kurz vor den Problemen verstecken und in eine andere Welt abtauchen.

Warum du deinen Kalender vorbereiten solltest

Der Spaßfaktor

Bezeichne mich als nerdig, aber mir macht es wirklich Spaß, mit meinem Kalender zu arbeiten. Ihn zu befüllen, anzuschauen und durchzublättern. Deswegen freue ich mich jedes Jahr auf diese Phase, wo ich den neuen Kalender endlich vorbereiten kann.

Ich nehme mir dafür gerne einen ganzen Nachmittag für Zeit und zelebriere es mit einem leckeren Getränk und guter Musik. Ich sammle mir alle Stifte zusammen, nehme mir noch Schmierpapier für Randnotizen mit und mache es mir an einem Tisch gemütlich.

Vielleicht überzeugt und inspiriert dich ja auch dieser Beitrag zur Planparty, dass das Planen auch für dich etwas schönes werden kann.

Die Vorfreude

Ein Neujahrswechsel hat ja immer etwas magisches an sich. Man ist motivierter, Veränderungen anzugehen und diese Nacht bringt einem meist auch noch eine Portion Optimismus mit zur Party. Es ist wie ein Neustart – das Ende eines Jahres verläuft nicht mehr ganz so gut? Die guten Vorsätze krachen nun vollkommen ein? Kein Problem, das neue Jahr ist nicht mehr fern und dann gibt es eine Chance es erneut zu versuchen.

Es ist häufig leichter das Vergangene hinter sich zu lassen, wenn ein bestimmtes Ereignis eingetroffen ist und was bietet sich da mehr an, als eine andere Jahreszahl hinter dem immer wiederkerhrenden Kalendertagen? Das Vergange bleibt einfach im alten Jahr gefangen und wir stolzieren voller Leichtigkeit in das neue Jahr ohne diesen Ballast.

Okay, ganz so einfach klappt es dann doch nicht immer, aber es fällt dir bestimmt leichter, als diese Entscheidung an einem Donnerstag oder im September zu treffen.

Und es ist doch eine tolle Möglichkeit diese Positivität für neue Projekte und Vorhaben zu nutzen und durch bestimmte Rituale, Gedanken und Aktivitäten zu verstärken. Wie zum Beispiel durch das genussvolle Vorbereiten des Kalenders auf das neue Jahr.

Der Durchblick

Das offensichtlichste zum Schluss: Du bekommst durch die Vorbereitung natürlich einen besseren Überblick über das kommende Jahr. Du siehst, was für Termine wann anstehen, welche Gerburstage anstehen und ob dieses Jahr vielleicht runde Feierlichkeiten, wie ein besonderer Hochzeitstag oder die 10 jährige Mitgliedschaft im Tennisclub ansteht.

Auch nicht ganz irrelevant könnten die Feiertage für dich sein. Möchtest du die Feiertage mit deinem Urlaub kombinieren oder den Urlaub gleichmäßig über das gesamte Jahr verteilen, damit du immer wieder kleinere Unterbrechungen von der Arbeit hast?

Auch die Vorsorgetermine bei diversen Ärzten können jetzt wunderbar berücksichtigt werden. Entweder du notierst dir in deinen Kalender, wann du beim Arzt einen Termin ausmachen möchtest oder du erledigst es direkt und hast somit schon feste Arzttermine für das nächste Jahr.

Und wenn alle festen Termine verteilt sind, geht es natürlich an deine Projekte. Welche Ziele schweben dir im Kopf? Wann wünscht du dir mit einer Sache fertig zu sein oder anzufangen? Auf was möchtest du am Ende des folgenden Jahres zurück schauen?

Nutze dein Schmierpapier und spinne einfach mal darauf los und setze deiner Fantasy keine Grenzen. Du hast es in der Hand, denn alles ist möglich!

Wie du deinen Kalender vorbereitest

Okay, gehe wir jetzt mal davon aus, dass ich dich ein bisschen motivieren konnte, dir deinen Kalender für das neue Jahr vorzuknöpfen. (Auch wenn es natürlich keine bahnbrechenden Erkenntnisse waren, die ich aufgeführt habe. Aber hin und wieder braucht das Gehirn eben einen kleinen Anstupser.) Wie gehst du nun vor, ohne dich vollkommen zu verzetteln?

Die Basics

Ein neuer Kalender ist wie ein weißes Blattpapier: eine wundervolle Grundlage um neues zur Erschaffen kann aber dadurch auch wahnsinnig einschüchternd sein. Man muss sich also erst einmal trauen den Anfang zu wagen, dann kommt der Rest meist automatisch nachgezogen.

Deswegen fange mit den einfachen Dingen an:

  • Feiertage
    • Je nach Kalender sind die Feiertage bereits eingetragen und wenn nicht, kannst du die für dich relevanten eintragen. Es ist immer hilfreich zu wissen, wann die Geschäfte geschlossen haben 😉
  • Geburtstage und andere Jubiläen / Festlichkeiten
    • Auch wenn wir den Großteil der Geburtstage im Kopf haben, ist es im Eifer des Gefechts, sprich: Alltag, eine enorme Stütze, wenn der Kalender einen auf Geburtstage hinweist.
    • Ich rate dir auch dazu, dir einige Tage vorher zu notieren, dass der Geburtstag bald ansteht und was du dafür noch vorbereiten möchtest. Wenn du ein Geschenk oder eine Karte verschicken möchtest, solltest du dir eine angemessene Zeit setzen, wann du diese Aufgabe angehen möchtest. Bedenke den Kauf der Karte, aber eben auch das Schreiben eines schönen Textes und ganz wichtig: Die Versandzeit!
    • Wenn in deinem Kalender dafür Platz ist, empfehle ich dir eine Liste anzulegen, wo alle Geschenkideen notiert werden können. Die besten Ideen fallen dir sicherlich auch dann ein, wenn du nicht krampfhaft nach einer Idee suchst.
  • Arzttermine
    • Wie schon erwähnt, kannst du dir nun schon vormerken, wann du die Vorsorgetermine beim Arzt abmachen möchtest oder du erledigst es direkt. Wenn du dir dafür keinen fixen Termin setzt, passiert es schnell, dass der letzte Kontrolltermin komischer Weise schon viiieeel zu lange her ist. Der Klassiker: “Das mache ich nächste Woche” Und schwupps, ist das Jahr auch schon wieder rum.
  • Projekte und Deadlines
    • Nur weil ein Jahr vorbei ist, bedeutet es nicht zwingend, dass alle beruflichen Projekte und Termine auch durch sind. Notiere dir also alle beruflichen Termine, die dir bereits bekannt sind
    • Das gleiche natürlich auch mit privaten Projekten. Wenn sich etwas überschneidet hast du nun noch die Möglichkeit zu agieren. Setzte Prioritäten und schaue, welches Projekt sich verschieben lässt.

Ziele setzen

Nun sollten alle festen Termine eingetragen sein und du siehst nun genau, wann noch Luft ist bzw. deine Zeit bereits ausgelastet ist.

Nimm dir jetzt also dein Schmierzettel zur Hand und notiere dir alle Ideen und Wünsche, die du gerne nächstes Jahr umsetzen möchtest. Limitiere dich da gar nicht. Es gibt kein “Das kann ich eh nicht”, “Wie soll ich das denn schaffen”, “Das wird doch nichts” oder auch “Das können doch nur andere erreichen” oder was dir sonst noch für Müll in den Kopf kommt. Du kannst ALLES schaffen, es liegt an sich nur an der vernünftigen Planung, deiner inneren Einstellung und dem Willen es auch diszipliniert durchzuziehen. Aber der letzte Punkt zieht in der Regel nach, wenn die ersten beiden Punkte erfüllt sind.

Um deinen zeitlichen Rahmen hier nicht zu sprengen, verlinke ich dir mal die Beitragsreihe zum Thema “Ziele setzen und auch wirklich erreichen”. Da nehme ich dich liebevoll an die Hand und gehe mit dir die einzelnen Schritte durch, wie du aus einem Vorsatz ein Ziel machst.

Wenn deine Ziele feststehen und du ihren Zeitrahmen geschätzt hast, kannst du die Deadline und die Meilensteine in deinen Kalender eintragen.

Die schönen Dinge

Ziele zu verfolgen und diszipliniert und strukturiert durch das Jahr zu kommen ist das eine, aber das wichtigste und schönste kommt nun zum Schluss: Die Highlights überlegen und in den Kalender eintragen.

Womit möchtest du dir nächstes Jahr eine Freude bereiten? Ist es ein Töpferkurs? Vielleicht ein neues paar Schuhe? Oder eine Reise bzw. ein Ausflug? Denke dabei nicht nur an die riesigen Besonderheiten, sondern auch an die kleinen Dinge, die deinen Alltag erhellen werden.

Wie wäre es mit einem Highlight pro Monat? Pausen sind so unfassbar wichtig für deinen Körper und Geist. Unterschätze diese Kraft nicht und nimm die Pausen und Auszeiten wirklich ernst. Trage sie dir wie alle anderen Termine bis hierhin auch in deinen Kalender ein.

Deine Wünsche können sich natürlich auch im Laufe des Jahres verändern, aber wie schön ist es, wenn du in einem stressigeren Monat dann in deinen Kalender schaust und dieser dich daran erinnert, dass du am Freitag einen Termin beim Friseur hast und es dir dort richtig gutgehen lassen kannst? Im Gewusel deiner Projekte wäre so eine Aktivität sicherlich untergegangen.

Also fange heute direkt an deinem Zukunfts-Ich eine Freude zu bereiten 🙂

Alles in Allem:

Kalender können mehr, als die Feiertage anzeigen und die Meetings und Arzttermine festhalten, die nächste Woche anstehen.

Mit deinem Kalender kommst du deinen persönlichen Wünschen und Träumen immer näher. Und damit das auch reibungsloser von Statten gehen kann, lohnt es sich einen Moment Zeit zu nehmen und den Kalender für das kommende Jahr vorzubereiten.

Du bekommst einen Gesamtüberblick über das Jahr, weißt, wann was ansteht und wann die perfekten Momente für die eigenen Projekte und Ziele sind.

Sich Ziele zu setzen und in den Kalender zu notieren kann aber auch ziemlich einschüchternd und überwältigend sein. Fange deswegen mit kleinen Schitten an und notiere alle fixen Termine wie Geburstage und Deadlines. Ganz zum Schluss widmest du dich dann deinen eigenen Projekten und sortierst sie passend ein. So läufst du weniger Gefahr, dass sich zu viele Termine überschneiden und irgendetwas dann hintenüberfällt (meistens sind es dann die eigenen Projeke und Wünsche).

Deine Aufgabe:

Blockiere dir einen Termin, an dem du deinen Kalender für das nächste Jahr vorbereiten möchtest. Überlege dir, wie du dieses “Event” so schön wie möglich gestalten kannst. Das findet schließlich nur einmal im Jahr statt 😉

Da findet dein Lieblingsgetränk ja wohl allemal einen Ehrenplatz auf deinem Tisch, oder?

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