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Der Alltags-Marathon – Teile dir deine Kräfte ein

8. Juli 2020
Planung & Organisation

Kennst du die Phasen, in denen du das Wochenende bitter nötig hast, um dich von der Woche erholen zu können? Diese zwei Tage aber niemals ausreichen und du dich am Montagmorgen wie gerädert aus deinem Bett quälst?

Unter diesen Umständen kann ich Montags-Muffel wirklich verstehen. Wie soll man die gesamte Woche nur überstehen, wenn der Körper schon am Montag nach einem Wochenende schreit? Wenn du dich gerade an so einem Montag befindest, kann ich dir gerade nur den Tipp geben, es ruhig angehen zu lassen und die Freizeit für deine Regeneration zu nutzen. Mit anderen Worten: Seil faul und erhol dich! Besser ist es natürlich, wenn es diese Tage gar nicht erst gibt.

Kraft auftanken

Ausgewogene Ernährung

Riskiere nochmal einen Blick auf die Ernährungspyramide und schaue, wo noch Optimierungsbedarf besteht. Iss farbenfroh, um ausreichend Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen. Achte auf deinen Fett- und Kohlenhydrate-Konsum. Versuche dich nicht mit Zucker leistungsfähiger zu machen. Das treibt deinen Energiespiegel nur kurzfristig in die Höhe und klatscht genauso schnell auf wieder auf den Boden.

Stay Hydratet

Unser Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser, was Aufschluss darauf gibt, dass der Körper wohl nur mit ausreichend Wasser funktioniert. Gib deinem Körper also was er braucht und trinke ausreichend. Und auch hier solltest du dich nicht mit Kaffee oder Energiedrinks für einen kurzfristigen Erfolg puschen. Wähle lieber einen grünen Tee, wie zum Beispiel Matcha. Er bietet den Vorteil, dass die Energiekurve nicht so ruckartig verläuft, sondern langsam ansteigt und ebenso wieder abflacht. Im Endeffekt bedeutet das länger Energie und keinen Schlag mit der Keule, wenn die Wirkung eintritt und aufhört.

Am besten geeignet sind natürlich die Klassiker, wie Wasser und ungesüßte Tees.

Schlafen

Schläfst du genug? Oder bleibst du bis in die Puppen wach, weil nur Rentner vor 24 Uhr ins Bett gehen oder weil du ja schließlich etwas von deinem Feierabend haben möchtest? Schlaf kann man zwar nachholen. Aber möchtest du wirklich das gesamte Wochenende damit verbringen, den versäumten Schlaf der Woche nachzuholen?

Wenn es dir schwer fällt, rechtzeitig ins Bett zu gehen, kann ich dir eine Routine ans Herz legen. Konditioniere dein Gehirn mit bestimmten Abläufen aufs müde werden. Sich jeden Abend Lavendel aufs Kissen zu sprühen könnte ein Teil davon sein oder bewusst in den Schlafanzug zu schlüpfen. Nach einer Weile wirst du automatisch schläfrig, wenn du Lavendel riechst oder deinen Schlafanzug anziehst.

Versuche dich aber nicht zum Schlafen zu zwingen. Dieser Druck lässt deinen Kopf nicht abschalten und du liegst länger wach als sonst. Versuche lieber jede Woche 30 Minuten früher ins Bett zu gehen. Dieser schleichende Prozess wird dir wesentlich leichter fallen.

Pausen nehmen

Gönne sowohl deinem Körper als auch deinem Gehirn regelmäßige Auszeiten. Einfach mal daliegen und nichts machen. Nichts gucken, nichts hören, mit nichts beschäftigen. Keine Sorge, das brauchst du nicht stundenlang machen, aber ein paar Minuten täglich, wo du deinem Gehirn nicht permanent neue Reize bietest, sind herrlich und wichtig. Dein Gehirn braucht Zeit und Ruhe, um alles zu verarbeiten. Das kannst du mit der Arbeit, die sich auf deinem Schreibtisch ansammelt vergleichen. Es kommen immer mehr Akten auf deinen Tisch, die du bearbeiten musst und du kommst nicht dagegen an. Schließt du hingegen die Tür, so dass keiner mehr etwas auf deinen Tisch legen kann, hast du die Ruhe, um den Stapel abzuarbeiten.

Das heißt jetzt aber nicht, dass es eine Pause ist, wenn du hinter verschlossener Tür weiter arbeitest…

Ich meine es ernst: Achte auf ausreichend Pausen, um dich körperlich und geistig gesund zu halten und um langfristig leistungsfähig zu bleiben.

Kräfte sinnvoll einteilen

Extreme Emotionen vermeiden

Hier ein Beispiel, um zu verdeutlichen, was ich damit meine: Nach einem Vorstellungsgespräch oder einer wichtigen Prüfung fühlen wir uns häufig ziemlich erschöpft. Zum einen, weil das Gehirn stark mitarbeitet, aber auch die Gefühle spielen dabei eine Rolle. Man ist ziemlich angespannt und nervös und sobald die Situation vorbei ist, merkt man erst, was für eine Last plötzlich abfällt.

Aber auch unangenehme Gespräche mit Kunden, Kollegen, Vorgesetzten, Freunden, etc. können ganz schön an den Kräften zehren.

Versuche solche Situationen lockerer anzugehen, brich selbst keinen Streit vom Zaun und lass die fünfe gerade sein. Wenn du etwas nicht ändern kannst, dann kannst du diese Emotionen auch getrost wieder aus deinem Kopf entlassen. Und wenn du hingegen doch etwas tun kannst, dann mache es und schaffe Frieden in dir.

Bleib bei der Sache

Versuche nicht zwischen vielen Aufgaben hin und her zu wechseln. Dein Kopf muss sich jedes Mal erneut auf die neue Aufgabe und Situation einstellen und das kostet Kraft. Schaue lieber, welche Aufgaben ähnlich zueinander sind und erledige diese hintereinander weg.

Routinen entwickeln

Routinen helfen dir dabei, dass du nicht jeden einzelnen Schritt hinterfragen musst, was natürlich wieder Energie frisst. Die Routine zu etablieren kostet natürlich am Anfang etwas mehr Kraft, weil du dich immer wieder an die neue Reihenfolge erinnern musst, hast aber langfristig eine wesentliche Erleichterung geschaffen.

Ziele setzen

Sich Ziele zu setzen kann dir ebenfalls beim Kräfte einteilen helfen. Zum einen können Ziele deine Stimmungslage und Zufriedenheit heben und zum anderen kannst du besser entscheiden, welche deiner Aufgaben Priorität haben und welche sogar ganz wegfallen können.

Alles in Allem:

Dein Körper ist wie eine Batterie: Du kannst ihn auf- und entladen. Je mehr du von der Energie verbrauchst, desto länger dauert es, die Batterie wieder voll aufzuladen. Und leistungsfähig bist du nicht, sobald auch nur 5% wieder aufgeladen sind, sondern vielleicht erst ab 70%. Wenn du dich also kontinuierlich darum bemühst, deine Batterie wieder aufzuladen, bist du leistungsfähiger und nicht direkt mehrere Tage am Stück ausgeknockt.

Ich erzähle dir hier nichts neues, das ist mir bewusst. Aber ich weiß aber auch, dass hin und wieder eine kleine Erinnerung (mag sie noch so banal sein) hilfreich sein kann.

Deine Aufgabe:

Kümmere dich sowohl physisch als auch psychisch um dich. Und das nicht erst, wenn die Kacke am Dampfen ist! Vorsorge ist immer besser. So kannst du den Stress vorbeugen und viel gelassener in stressigere Phasen gehen. Denn unter Zeitdruck wirst du garantiert nicht damit anfangen einen Gang runter zu schalten und dir mehr Auszeiten zu nehmen.

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