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Ideen entwickeln – Der Tapetenwechsel

17. April 2020
Planung & Organisation

Diesen Monat steht der blaue Eisberg unter dem „Ideen & Gedanken“-Stern. Das heißt, dass ich dir Methoden zeigen möchte, wie du deine Gedanken ordnen, Ideen entwickeln und Kreativität für deinen Alltag gebrauchen kannst, auch wenn du kein Künstler bist.

Da es unendlich viele Techniken gibt, wird sich immer mal wieder hier eine Technik zeigen, aber ich möchte dich nicht mit einer Masse an neuen Methoden überschütten. Schließlich sollst du die Möglichkeit nutzen, gelegentlich etwas Neues auszuprobieren.

Also gibt es heute eine von vielen Techniken, um zu neuen Ideen zu kommen. Und ich würde sagen, wir fangen ganz simple an. Wir machen uns quasi erst einmal warm. Und es ist zudem meine wirksamste Methode bei starken Blockaden: Tapetenwechsel!

Abwechslung hilft beim Ideen entwickeln

Ich bin ein Mensch, der sich schnell an etwas satt sieht. Auffälliges Mobiliar oder Geschirr wäre für mich ein Graus. Mir würde es nach einer gewissen Zeit so sehr anöden, dass ich meine Nudeln lieber aus einem Weinglas essen würde, anstatt mir diesen ehemals trendigen Teller anzusehen. Beim Spaziergang nehme ich auch immer eine andere Route, um neue Eindrücke zu bekommen. Es macht so viel aus, wenn man die Runde um den Block andersherum geht! Es fühlt sich an wie eine neue Gegend!

So hat jeder seine kleinen Ticks…

Umso besser kann ich dir in diesem Fall auch meine bewährten Tipps an die Hand geben:

  • Wie schon erwähnt: Laufe deine Runde im Park anders herum und schaue dir die Bänke und Bäume von der anderen Seite an. Fällt dir vielleicht etwas Neues auf?
  • Wechsle deinen Arbeitsplatz. Wenn du von zuhause aus arbeitest, hast du ein paar mehr Möglichkeiten. Du kannst dich an den Küchentisch setzen, ausnahmsweise mal vom Sofa oder Bett aus arbeiten (Am besten nicht im Pyjama!). Setze dich in den Garten oder auf den Balkon. Schon mal das Arbeitslager auf dem Boden aufgeschlagen?
  • Aber auch im Büro kannst du für Veränderung sorgen. Schon ein paar cm weiter nach links oder rechts kann einiges bewirken. Der Stifteköcher wird auf die andere Seite gesetzt und eine kleine Pflanze rundet das „neue Büro“ ab. Manchmal hilft es mir sogar, wenn ich den Stuhl einfach ein Stücken höher oder niedriger stelle. Der Blick auf den Bildschirm wird verändert und in meinem Kopf lösen sich langsam die Blockaden.
  • Gehe Duschen oder aufs Klo. Oder suche dir eine andere Aufgabe, die du routiniert erledigst. Da dein Gehirn in dieser Zeit nicht wirklich beschäftigt ist, fängst du an nachzudenken und bist nicht mehr so verkrampft in deiner Sackgasse gefangen. Unter der Dusche können die Ideen förmlich auf dich einprasseln.
  • Jetzt ein extrem sportlicher Tipp: setze dich verkehrtherum auf dein Sofa. Die Beine baumeln über die Rückenlehne und der Kopf hängt Richtung Boden herunter. So, dass die Welt für dich auf dem Kopf steht. Und dann schaue dich in deiner Umgebung um. Vielleicht hilft es dir noch ein wenig weiter, wenn du dir vorstellst, wie du auf dem „Boden“ entlangläufst und über Lampen und Co hinweg steigst. Diese Übung soll dich einfach daran erinnern, die Probleme mit anderen Augen zu sehen und dass wir uns gelegentlich zu sehr in unseren bekannten Mustern festfahren.

Und da kommen wir schon zum Part, wie wir definitiv nicht zu einer Lösung kommen werden…

Wie du es schaffst KEINE Ideen zu entwickeln

Kritik direkt zu Beginn

Hinterfrage nicht jede einzelne Idee, ob sie gut ist oder überhaupt umsetzbar ist. In der Anfangsphase, wo alles gesammelt wird, ist alles erlaubt. Kritik bremst unsere Kreativität aus, da wir nichts falsch machen wollen.

So war das schon immer! Sich von festen Prozessen und Traditionen einschränken lassen

Seine Arbeitsweise zu optimieren ist Goldwert, da man hier echt Zeit einsparen kann, wenn man nicht jeden einzelnen Schritt hinterfragen muss. Doch gelegentlich darf man sich davon ruhig lösen. Die Welt dreht sich weiter und wenn man selbst an einer Stelle festgewachsen ist, kann es auch dazu führen, dass die altbewährten Prozesse zum Verhängnis werden.

Sich von den alten Prozessen oder Traditionen zu lösen heißt ja nicht, dass sie komplett über Bord geworfen werden müssen. Es geht lediglich um die Ideen-Findungs-Phase, wo eine Masse an Ideen hilfreich sein kann. Im nächsten Schritt, wenn die Ideen bewertet werden, kann die Tradition noch immer berücksichtigt werden.

Aus einer Mücke einen Elefanten machen – Risiken dramatisieren und pushen

Natürlich kann es passieren, dass die neue Idee ein vollkommener Reinfall sein wird. Aber weißt du es vorher? Es ist gut, sich über die Risiken bewusst zu sein. Der Schritt ist für die Entscheidungsphase wichtig. Aber auch dieser Part kommt erst nach dem Ideensammeln. Und es muss nicht alles dramatisiert werden. Manchmal muss man sich auf etwas neues einlassen und neue Erfahrungen sammeln.

Zweifeln

Eine klasse Methode, um seinen Ideenfluss zu blockieren sind Zweifel. Jeder Gedanke sollte zerfleischt werden. So lange, bis man sich nicht mehr traut etwas anzumerken.

Willst du das nicht erreichen, dann wirf alle Regeln über Bord. Du weißt vorher nicht, welche Idee gut ist. Und es ist immer leichter einen Text zu korrigieren, als einen auf ein weißes Blatt zu bringen. Das heißt, dass du mit all den (wirren) Ideen zu neuen Ideen kommen kannst. Absurd ist gut!

Ewig nach weiteren Lösungen suchen, weil es immer besser gehen könnte

Natürlich geht es immer besser. Besonders in einer Zeit wo es nach dem Prinzip „Höher, weiter, schneller“ geht. Aber wenn wir ewig in der Planung und Theorie bleiben, werden wir nicht vorankommen. Manchmal müssen wir über unseren Schatten springen und das unperfekte zeigen. So kannst du schneller Erfahrungswerte sammeln und deine Idee während des Prozesses optimieren. In der Theorie stochern wir nur im dunklen.

Alles in Allem:

Je nach Lebensstil und Beruf brauchen wir gelegentlich diese eine zündende Idee. Doch manchmal verkrampfen wir uns zu sehr darauf und der Einfall will einfach nicht kommen.

Da können wir uns noch so sehr anstrengen und foltern .. Da hilft nur ein Tapetenwechsel. Gehe raus aus der Situation und gönne deinem Kopf eine Pause. Wenn du dein Gehirn lockerst und lüftest, kommen die guten Ideen manchmal sogar von ganz allein herbeigeflogen.

Deine Aufgabe:

Wenn du nach einer Idee suchst, beschäftige dich für eine festgesetzt Zeit damit und gehe dann aus der Situation heraus. Mache einen Spaziergang oder finde eine andere Möglichkeit, die deinen Kopf locker macht. Beobachte dich hinterher, was es mit dir gemacht hat. Hat es dich vollkommen rausgebracht und du musst quasi von vorne anfangen? Dann hast du dich wohl im Vorhinein nicht intensiv genug mit deinem Problem beschäftigt.

Vielleicht merkst du auch diese angenehme Frische und ein plötzliches Verständnis für das Problem. Gib nicht nach einem Versuch auf. Dein Gehirn braucht Zeit, um die Einfälle zu entfalten.

Und nun verrate mir mal, wie du zu Lösungen kommst! Was ist dein Geheimtipp zum Ideen entwickeln??

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1 Gedanke zu „Ideen entwickeln – Der Tapetenwechsel“

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