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Motivieren bei akuter Unlust

14. April 2021
Planung & Organisation

Wie schaffst du es, dich zu motivieren? Woher nimmst du deine Motivation, wenn der Schweinehund meterhoch, etliche Kilo schwer ist, sich ganz gemütlich auf dich geworfen hat und du unter diesem fellknäul “begraben” liegst?

Heute wird es mal etwas persönlicher, denn Ehrlichkeit steht auf meiner Prioritätenliste ganz oben.

 

Sich in schwierigen Zeiten motivieren

Ironischerweise schreibe ich derzeit an einem Workbook zum Thema Aufschieberitis / Prokrastination für dich. Das Thema Aufschieberitis hat sich damals ganz vorsichtig in mein Leben geschlichen und als es bemerkte, dass ich von ihr keine Notiz nahm, hat sie richtig die Sau rausgelassen. Es hat mich richtig erwischt und 1 Monat entspannte Arbeit musste in eine Woche gestopft werden. Natürlich mit den altbekannten Selbstzweifeln, Versagensängsten und dem Zeitdruck, der stetig an der Tür scharrte und fragte, ob ich das Projekt wirklich noch bis zur Deadline schaffen könnte.

Im nächsten Projekt erkannte ich das gleiche Muster und da begann die Reise, dass ich meiner Aufschieberitis meine Meinung geigen möchte. Ziel war es also die Aufschieberitis loszuwerden, aber auf der Reise habe ich festgestellt, dass sie auch hilfreich sein kann. Mir sagt, wo meine Komfortzone aufhört und wo mein persönlichen Wachstums beginnt. Prokrastination lenkt an sich die Aufmerksamkeit ungeschönt auf die Bereiche, wovor wir Angst haben. Man muss sie also nicht beseitigen, sondern kann sie viel mehr für sich nutzen!

Und dafür habe ich in den letzten Jahren gute Methoden und Strategien entwickelt, die mir bei Überforderung immer wieder aus der Patsche helfen. Und das möchte ich gerne mit dir teilen, um dich von deinen schlaflosen Nächten zu befreien, deine Sorgen und Ängste zu reduzieren und deine Lebensqualität wieder zurück zu holen.

Nun aber zum “ironischerweise”: Ich prokrastiniere gerade vom Feinsten, wenn es um die Fertigstellung des Buches geht. Alle Inhalte bestehen bereit. Es sind lediglich die Rechtschreibfehler und ein paar Titelfotos, die mich von der Veröffentlichung trennen.

Wenn die besten Methoden nichts bringen

Ich habe die besten Methoden an der Hand. Methoden, die mich schon seit Jahren begleiten und mir IMMER geholfen haben. Aber die beste Theorie hilft einem nicht, wenn der Wille nicht da ist.

Du kannst den besten Mathelehrer der Welt vor dir stehen haben. Wenn du keine Lust auf Mathe hast, wirst du es nicht verstehen.

Es ist nicht die Unlust dir das Buch zur Verfügung zu stellen. Natürlich auch eine riesige Portion Angst, was du davon halten wirst. Ich möchte dich nicht enttäuschen, denn Prokrastination ist ein sensibles Thema. Es frustriert, kostet Zeit und enorm viel Energie. Man klammert sich an so einige Strohhalme, die Besserung versprechen. Und wenn dieser Strohhalm, wie alle anderen zuvor auch, abknickt, weil er nichts taugt, ist das unfassbar frustrierend.

Die Unlust ist eher eine Mischung aus dieser aktuellen Situation der Pandemie und meiner langjährigen Beziehung zu meiner Depression. Es geht vielen so, dass der Pandemie-Verständnis-Geduldsfaden zu reißen droht. Man möchte seine sozialen Kontakte mal wieder ohne Bildschirm pflegen, sich bekochen lassen. Egal ob von Mama oder einem fremden Koch. Hauptsache es findet alles nicht in den eigenen 4 Wänden statt. Jedem Staubflusel kann man einen Namen geben, weil man den ganzen Tag miteinander verbringt (Bis zu dem Tag, an dem man ihn den Abfluss herunterspült).

Motivieren bei akuter Unlust?!

Wie rafft man sich nun auf, wenn die Motivation nach Hawaii ausgewandert ist, aber aktuell ein Reiseverbot herrscht?

Und hier kommt nun meine Unsicherheit ins Spiel, ob ich diesen Beitrag hochladen soll. Ich weiß es nämlich nicht.

Ich kann dir viele Tipps geben, wie du dich in weniger drastischen Situationen motivieren kannst: Schreibe dir eine riesige Liste mit Belohnungen und suche dir jeden Tag etwas davon aus. Verwandle dein Zuhause in etwas besonderes. Erst letztens habe ich unser Esszimmer etwas japanischen Flair verliehen (ok, an sich waren es nur diese runden Papierlaternen, Räucherstäbchen und eine traditionelle japanische Playlist). Vielleicht hilft es dir, wenn du deinen Alltag umstrukturierst? Das Ungewohnte und Neue ist (zumindest für mich) das reizvolle im Urlaub oder nach einem Umzug.

Tu dir einfach was gutes und das nicht nur ab und zu, sondern feiere dich für jeden kleinen Schritt, den du getan hast! Pushe dich so dermaßen, dass du dich wie DER Luftballon mit Helium gefüllt auf der mega tollsten Party des Jahres fühlst. Und wenn die Stimmung hochkocht, dehnst du dich weiter aus, platzt und verstreust überall dein Konfetti!

Doch, was tun, wenn das nicht hilft?

Das ist eine gute Frage. Vielleicht hast du eine heißen Tipp, den du mit mir teilen möchtest? Ich kann dir mit auf den Weg geben, dass sich nach einer ordentlichen Verschnaufpause alles wieder gerade rücken wird. Stresse dich nicht und nimm die Situation so an, wie sie aktuell ist. Nimm dir (wenn möglich) eine Auszeit und baumle wie ein Faultier an deinem Ast (auch Couch genannt 😉 ). Wir durchlaufen Phasen und das macht das Leben doch so spannend. Auch diese demotivierenden Phasen können ganz viel positives beinhalten.

Mache dich also mal mit sehr wachsamen Augen auf die Suche nach den positiven Aspekten deiner aktuellen Situation.

Alles in Allem:

Manchmal ist einfach der Wurm drin. Man sollte was tun, aber es mangelt an der Motivation. Und die versteckt sich verflixt gut! Es gibt viele Methoden, wie du dich austricksen kannst, um deine Motivation schneller zu finden. Indem du dich generell wohler in deiner Haut fühlst, dich gut um dich kümmerst und den Spaß an der Freude zurück holst. Dich überschüttest mit Belohnungen für jeden noch so kleinen Schritt. Du bist quasi dein eigener Cheerleader, der dir sagt, wie toll du das machst und dass du das schaffen wirst. Also auch noch dein eigener Personaltrainer! Ja, in dir steckt so viel!

Aber was ist, wenn diese beiden Mitarbeiter gerade auch nicht auf der Höhe sind und ihren Job (dich zu motivieren und zu pushen) auch nur so halbherzig machen? Urlaub machen! Gönne dir und deinen Mitarbeitern eine ordentliche Auszeit, um alle Energiereserven wieder aufzufüllen!

Deine Aufgabe:

Erstelle dir eine Belohnungsliste voller Freude, Aufregung, Vorfreude, Entspannung, Spaß, … Eine Liste, die dir unfassbar gut tut, allein schon in dem Moment, in dem du sie schreibst. An dieser bedienst du dich täglich. Setze dir kleine Mini-Ziele und belohne dich für das erreichen. Und wenn das heute nicht klappt, schraubst du das Ziel noch weiter runter – belohne dich fürs atmen und aufs Klo gehen. Die Erfolgserlebnisse werden sich gut anfühlen und stückweise dich immer weiter motivieren..

Und stress dich nicht! Alles kommt zu seiner Zeit.

Bonusaufgabe: Weihe mich in dein persönliches Geheimrezept für Motivation in den Kommentaren ein.

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