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Kreativität hervorlocken mit intuitivem Malen

10. April 2020
Planung & Organisation

Heute falle ich mal mit der Tür ins Haus und beginne sofort damit, wie intuitives Malen funktioniert. Am Ende des Beitrages verrate ich dir auch, warum.

Das Material

Es gibt für das intuitive Malen keine Regeln und Vorgaben. Somit auch nicht für dein Maluntergrund oder deine Farbe. Du kannst die klassischen Maluntergründe, wie Papier, Leinwand oder Pappe verwenden oder du schaust, was sich so in deiner Wohnung befindet. Ein alter Versandkarton oder eine ungeliebte Tasse zum Beispiel. Ebenso bei deiner Farbe. Schaue was du findest und lege dir alles bereit.  

Maluntergrund

  • Schmierzettel
  • Druckerpapier
  • Motivpapier
  • Zeitung
  • Versandkarton
  • Teller
  • Wand

Farbe

  • Buntstifte
  • Filzstifte
  • Fineliner
  • Tusche
  • Abtönfarbe
  • Acrylfarbe
  • Ölfarbe
  • Window-Color
  • Wachsstifte
  • Textmarker

Deinen Kopf

Am besten einen, der nicht über das wertet, was du gleich auf deinen gewählten Malgrund bringen wirst.

Die „Anleitung“ zum intuitiven Malen

  1. Lege deinen Malgrund so hin, dass du bequem darauf malen kannst
  2. Suche dir am besten alle möglichen Farben zusammen, die du zur Verfügung hast. Du weißt vorher noch nicht, was in deinem Kopf vor sich gehen wird.
  3. Male
  4. Verbrenne es, hänge es auf, schließe es in deinem Tresor ein, verkaufe es. Mach damit, was du möchtest

Was du beim malen beachten solltest

Es gibt keine Regeln und Anleitungen

Es geht nur darum, das zu machen, wonach dir gerade ist. Wenn du dich nicht traust den ersten Strich in die Mitte des Papiers zu setzen, dann beginne am Rand. Wenn du die wildesten Farbkombinationen nutzen willst, dann mach das. Und wenn du nur mit Kackbraun malen möchtest, dann los!

Ohne Idee und Vorstellung an dein Werk heran gehen

Du sollst vorab keine Ideen für dein Meisterwerk der Gedanken sammeln. Auch keine Richtung überlegen, ob es eine Wiese oder ein Universum werden soll. Das ist das einzige, was nicht erlaubt ist. Guck deiner Hand einfach mal dabei zu, was die so macht.

Nichts ist falsch

Man kann keine Fehler machen. Kritik oder Benotungen von damals oder heute haben hiermit nichts zu tun. Es ist vollkommen egal, was andere dazu sagen werden. Es muss keiner zu Gesicht bekommen, wenn du es nicht möchtest.

Es soll nicht toll aussehen

Mach dich frei von dem Gedanken, dass es hinterher schön aussehen soll. Das, was du zu Papier bringst, wirst du einfach mal nicht werten. Nimm es einfach so hin. Wenn du es als wunderschön empfindest, ist es toll. Wenn du es nicht leiden kannst, ist es toll. Denn das steht hierbei nicht im Fokus.

Was ist intuitives Malen

Intuitives Malen ist keine Kunst oder Maltechnik. Es ist eher eine Art, seinen Gedanken und Gefühlen Luft zu machen und sie mit dieser Methode rauszulassen. Vielleicht löst es auch Blockaden in dir, wenn du dich darauf einlässt. Das klingt sehr therapeutisch oder esoterisch und dadurch für den einen oder anderen eher abschreckend. Deswegen kommt die Erklärung auch nicht direkt zu beginn, wo du vielleicht schon direkt das Weite suchst, weil du das für unnötig oder schwachsinnig empfindest.

Mir geht es bei dieser Technik eher darum, dass du deine Kreativität hervorlocken kannst, auch ohne ein toller Künstler zu sein. Hier gibt es kein falsch. Also kann es nur gut werden.

Wenn du es ausprobierst, kann es nämlich passieren, dass du deine Kreativität und die Lust am Malen (wieder) entdeckst. Als Kind haben schließlich viele gemalt, es dann aber irgendwann aus den Augen verloren.

Und ich finde, das intuitive Malen stärkt den Mut in einem. Du malst einfach darauf los, ohne darüber nachzudenken und alles genau zu planen und die Risiken abzuwägen. Du hast die Möglichkeit, dich von allen Kritiken und Ängsten zu lösen und vielleicht schaffst du es auch, davon etwas mit in deinen Alltag zu nehmen.

Alles in Allem:

Um intuitiv Malen zu können, bedarf es wenig oder aber auch sehr viel. Es kommt darauf an, was du daraus machst. Du kannst ein weißes Blatt nehmen, die Zeitung vom Vortag oder eine Tasse, an der du dich eh schon satt gesehen hast. Und selbst bei der Farbwahl bist du kein Stück eingeschränkt. Du kannst dich an neuer Farbe, wie Acryl oder Ölfarbe ausprobieren oder du bleibst bei den Klassikern Filz- und Buntstift. Du kannst auch mit Schere und Kleber neue Elemente hinzufügen oder entfernen. Es gibt einfach überhaupt keine einzige Regel. Höchstens Tipps, wie du das meiste aus dieser Methode herausziehen kannst. Und das ist abschalten. Mach deinen Kopf einfach aus. Kümmere dich nicht darum, was andere sagen könnten. Überlege dir nicht, wie du dein Kunstwerk schön machen kannst. Das, was du auf deinen Malgrund bringen wirst, kommt einfach nur aus deinem Kopf. Lasse deinen Kopf und deine Hände einfach mal arbeiten und du kannst in der Zwischenzeit einfach mal ganz entspannt zuschauen.

Deine Aufgabe:

Schnapp dir einen Malgrund und eine Menge Farben und leite deine Gedanken nach draußen.

Du kannst mir gerne hinterher berichten, wie das intuitive Malen für dich war und ob es dir schwer viel nicht auf die Optik zu achten. Ich habe da anfangs immer ein wenig Hemmungen, die sich nach den ersten 2 Minuten durch Spaß austauscht.

Disclaimer: Ich bin kein Hirnforscher, Psychologe oder ähnliches. Es handelt sich hier lediglich um meine Gedanken, Meinungen und Erfahrungen, die ich mir entweder angelesen oder durch meine eigenen Erfahrungen oder Beobachtung gemacht habe, die ich gerne an dich weitergeben möchte. Also lasse mir auch gerne deine Meinung zu dem Thema da.

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1 Gedanke zu „Kreativität hervorlocken mit intuitivem Malen“

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